Max Dornauer alias Waxamilion studierte Jazzgitarre in Innsbruck. Sein Mentor war der 2018 verstorbene Matin Nitsch.Waxamilion

Waxamilion: Progressives "Gitarren-Gedudle"

Der Schwazer Max Dornauer alias Waxamilion ist Gitarrist bei der Rebel Musig Crew. Mit seinem Solo-Projekt überzeugt er mit nicht-alltäglichem Sound – mit "Progressive Guitar Noodeling mit Hip-Hop-Beats", lacht er.

SCHWAZ Viel Gitarren-Gedudle, eigenartige Takt-Zusammensetzungen, schräg klingende Harmonien; Hip-Hop-Beats inklusive. So beschreibt Max Dornauer die Musik seines Solo-Projektes "Waxamilion".

Den experimentellen Sound des Musikers gibt es seit 2018 zu hören. Angefangen hat Dornauer mit kurzen Gitarren-Clips auf Instagram - inzwischen hat er auf der Social-Media-Plattform bereits über 10.000 Abonennten. Online kamen die Clips gut an – im Juni des selben Jahres brachte Dornauer seine erste EP heraus.

Der CD-Name "Incensored" ist eine Mischung aus den englischen Wörtern für Räucherstäbchen (incense sticks) und unzensoriert (uncensored). "Bei vielen meiner Videos sind Räucherstäbchen zu sehen", erklärt Dornauer. Sein Markenzeichen – "eigentlich mag ich sie gar nicht mehr so, aber inzwischen muss ich sie aufstellen", lacht er.

Die erste Single von Max Dornauer aka Waxamilion: Ethereal Buddah Shake.

Live-Debüt Juni 2019

Begonnen hat Waxamilion nur online. Ein Jahr lang spielte er keine Live-Konzerte. Bis heute spielte er zwei Solo-Konzerte (eines davon in Belfast, Irland), drei Mal mit Band und noch fünf Konzerte in und um Los Angeles (USA). In Übersee war er im Zuge der NAMM – einer der größten Musikmessen in Anaheim, Kalifornien.

"In Amerika kommt meine Musik besser an", erzählt er im ROFAN-KURIER-Interview. Math Rock – ist Waxamilions "progressiven Gitarren-Noodeling mit Hip-Hop-Beats" sehr ähnlich – kommt ursprünglich aus Texas. Die Amerikaner scheinen für diese progressive, eher experimentelle Musik begeisterungsfähiger zu sein. "Sie feiern diese Musik in Amerika voll", sagt Dornauer.

Waxamilion mit seiner Gitarre - sein "Gitarren-Gedudle" kommt in Amerika besser an als "zuhause". © Lisa Kohler

USA-Tour geplant

Etwa 80 Prozent der 4.000 monatlichen Hörer auf Spotify kommen aus Amerika. Den Streaming-Dienst sieht er vor allem als Marketing-Tool, denn viel verdienen Musiker hier nicht. In seinem Brotberuf ist Dornauer Musiklehrer (Lern-To-Rock-Musikschule in Kufstein) und spielt als Cover-Musiker. Nebenher ist er noch bei der Rebel Musig Crew und bei der Jazz-Band 3Stein.

Apropos "waxer Sound": Den Namen Waxamilion hat Max Dornauer John Dizzy von der Rebel-Musig-Crew zu verdanken. Aus Maximilian wurde Waxamilion. Bei der Rebel Musig spielt er seit etwa 2012 Gitarre. Zur Unterländler Reggea-Kombo kam er als Fan dazu – und wurde kurzerhand rekrutiert. "Sie haben in einem Proberaum eines Freundes gespielt und der Gitarrist hat gefehlt. Ich bin eingesprungen und habe kurz darauf das erste Konzert mit ihnen gespielt", sagt er. 

Die Waxamilion-Tour in Amerika war im Jänner 2021 geplant. Corona-bedingt musste diese verschoben werden. Er hofft diese im Sommer 2021 oder Anfang 2022 nachzuholen. Gespielt hätte er gemeinsam mit einem amerikanischen Schlagzeuger. Dornauer hat einige Kollaborationen mit Musikern gespielt. Auf seiner neusten EP spielt er auf fünf von den sechs Titeln mit anderen Musikern gemeinsam.

Waxamilion live mit Band in der "Jungen Talstation" in Innsbruck. Hier spielte er als Vorband von "The Physics House Band".

Die Zeit jetzt möchte er nutzen, den nächsten Release vorzubereiten. Er denkt hier an ein vollständiges Album – seine ersten drei CDs "Incensored", "Muttersprache" und "Hidden Realms" waren ja nur EPs. "Eventuell wird es sogar ein Konzept-Album", sagt Waxamilion. Mit viel Gitarren-Gedudle und sicherlich auch einigen Kooperationen mit anderen Musikern.


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