Der Radfelder Gemeinderat steht geschlossen hinter ihrem Bürgermeister, wenn es um Hochwasser-Belange geht.

Hochwasserschutz: Radfeld weiterhin kämpferisch

Radfeld kämpft weiterhin gemeinsam mit dem Verein Hochwasserschutz Tirol für "eine generelle Verbesserung beim Hochwasserschutz", sagt Bgm. Auer. Nun sollen Gemeinderäte anderer Gemeinden mit ins Boot geholt werden.

RADFELD Weiterhin kämpferisch zeigt sich der Radfelder Gemeinderat um Bgm. Prof. Mag. Josef Auer (ZUKUNFT FÜR RADFELD) wenn es um das Hochwasserschutz-Projekt Unteres Unterinntal vom Land Tirol geht. "Es geht uns nicht nur um Radfeld, wir wollen generelle Verbesserungen", erklärte der Bürgermeister bei der Gemeinderatssitzung im August abermals.
Radfeld kämpfe gemeinsam mit dem Verein Hochwasserschutz Tirol um eine Verbesserung bei den Retentionsräumen. Fachleute vom Verein Hochwasserschutz Tirol haben in der Landes-Studie "viele Fehler gefunden", wie Anton Wiener, Obmann-Stellvertreter beim Verein und Gemeinderat in Radfeld sagt. Der Verein arbeite sehr gut und auch die Rolle von Radfeld sei für diesen sehr wichtig. "Gemeinsam haben wir hier mit der Alternativen-Prüfung bereits etwas erreicht", sagt Wiener. Auch die Fachleute des Vereines werden bei dieser Prüfung vom Land Tirol mit dabei sein. Hier gehe es vor allem um mögliche Kraftwerke die im oberen Teil des Inntals gebaut werden könnten und einen Rückhalt bieten könnten. Wiener hofft hier auf eine Verkleinerung der Retentionsgebiete, "aber ganz drücken werden wir uns im Inntal nicht können."

Auer: "Weniger Wasser aus dem Westen!"

"Hoffentlich erkennen andere Gemeinden, dass es nicht nur um Radfeld geht, sondern dass von Westen her weniger Wasser kommt", sagt Auer. Das brächte einen Vorteil für alle Gemeinden und auch einen Vorteil für das Grundwasser-Problem. Dass durch den Hochwasserschutz "keine Verbesserung und keine Verschlechterung der Grundwasser-Situation komme" (erklärte das Land in der letzten ROFAN-KURIER-Ausgabe) glaube Auer nicht – "es kommt eine Verschlechterung in manchen Orten, wie in Radfeld". Wo die Grundwasserseen waren, werde es schlimmer, denkt er.

Mitstreiter gesucht

Nun möchte Radfeld Gemeinderäte anderer Inntalgemeinden mit ins Boot holen. Diese sollen mittels Brief über die Erkenntnisse von Radfeld informiert werden. Auch ein Schreiben an alle Landtagsparteien – "so kann uns keine Nähe zu einer Partei nachgesagt werden", sagt Auer – solle verfasst werden. Eventuell können hier Gemeinderäte gefunden werden, die "nicht mehr ganz zu ihrem Beschluss stehen". Der Informationsfluss könnte sich verändert haben. "Wir werden uns nun höflich, aber bestimmt an sie wenden", erklärte der Bürgermeister abschließend.
Auch Fritz Gurgiser hätte ins Boot geholt werden sollen – als Sprachrohr für die Öffentlichkeit. Dieser wäre aber nur beigetreten, wenn der Verein "Hochwasserschutz Tirol" seiner Initiative "X‘unds Leben in Tirol" beigetreten wäre. Der Verein befürchte hier aber eine Vermischung von Hochwasserschutz mit dem Transitthema und trat der Gurgiser-Initiative nicht bei...